Dienstag, 09.08.2011
Liebe Verwandte und liebe Freunde,
Gestern morgen ist Anna in die USA gestartet.
Es war ein tränenreicher aber auch lustiger Abschied. Über 20 ihrer Freunde und Nachbarn kamen
um sie zu verabschieden.
Mit einer Stunde Verspätung kam sie in Newark um ca 20 Uhr Ortszeit an.
Sie rief uns aus ihrem neuen Elternhaus in Manville an, heute morgen um ca 4 Uhr.
Natürlich sehr müde, aber auch glücklich die lange Reise hinter sich zu haben, erzählte sie
dann trotzdem noch eine Weile von ihrem Trip.
Bei der Einwanderung am Flughafen Chicago wurde ihr Handgepäck lange durchsucht, weil irgend-
etwas nicht stimmte. Letztendlich war es dann der Zirkel in ihrer Federtasche, der zur Unruhe führte.
Anna durfte ihn dann aber trotzdem wieder einpacken.
Die Spürhunde am Flughafen fand sie auch etwas beunruhigend; Anna fürchtete, daß sie die
sechs Pakete mit Bifis (die Würstchen), die sie als Geschenk für ihren Gastvater im Gepäck hatte,
finden würden. Aber wir denken, die Hündchen haben wohl eher nach Drogen geschnüffelt.
Nach einem kurzem Stop in einem FastFood Restaurant war die Familie dann um ca
22 Uhr zuhause. Anna gefällt das Haus sehr gut, sie meinte, es sei so schön getrichen.
Die Garage sei riesig, ihr Zimmer sehr schön, Computer usw. vorhanden, dunkelrote
Satinbettwäsche ( die Gastmutter fragte mal nach Annas Lieblingsfarben) und draußen
die Wiesen saftig grün, der Garten schön bepflanzt. (New Jersey wird auch Gartenstaat
genannt.)
Sie lebt jetzt also bei einem Ehepaar, Joe und Joann, beide Mitte 50, deren Kinder (ca 30) schon
eigene kleine Kinder haben. Die Gasteltern scheinen sehr nett zu sein, und routiniert, Anna ist
bereits das 9. oder 10. Gastkind. Beide, besonders ihr Vater Joe, sind scheinbar sehr lustig.
Am Freitag fährt die gesamte Familie nach Myrtle Beach, South Carolina, um dort eine
Woche Strandurlaub zu machen.
Anfang September beginnt die High School.
So, wir sind froh, dass Anna gut gelandet ist. Als sie am Telefon noch sagte, sie könne sich
gar nicht vorstellen, dass sie uns nun ein Jahr lang nicht sehen würde, wurde mir dann aber
doch ein bischen komisch zumute.
Alle, von denen sich Anna nicht mehr persönlich oder telefonische verabschieden konnte,
sollen wir ganz herzlich grüßen. Die letzten Tage waren sehr turbulent...
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